Kryptowährung in der Gastronomie – Zukunftsträume oder Realität?

Autor: Lukas Mayrhofer

Kryptowährungen sind in aller Munde: Von einem undurchsichtigen Randthema rücken Bitcoins und Co. nun immer mehr ins Interesse der Allgemeinheit. Wo Kryptowährungen im Gastronomiebereich bereits eingesetzt werden und ob sie auch für deinen Betrieb geeignet sind, verraten wir dir in diesem Artikel.

So sieht der Status Quo aus

Laut einer Umfrage von BearingPoint kennen über 90% der Verbraucher aus Österreich, Deutschland und der Schweiz Kryptowährungen. Obwohl momentan weniger als 10% Kryptowährungen im Alltag verwenden, zeichnet sich ein klarer Trend ab. Im Vergleich zu 2020 hat sich die Nutzung von Bitcoins im Jahr 2021 fast verdoppelt. Besonders junge Altersgruppen zeigen großes Interesse an Bitcoins und erlauben Gastronomen so, diese Zielgruppen gezielt anzusprechen. Es ist daher nicht überraschend, dass auch immer mehr Gastronomiebetriebe auf den Trend aufspringen und ihren Gästen Zahlungsmöglichkeiten auf Basis von Kryptowährungen anbieten.

Immer mehr Betriebe bieten Kryptowährungen an

Auch wenn die Anzahl der Betriebe die Kryptowährungen akzeptieren zunimmt, wird diese Zahlungsmöglichkeit im deutschsprachigen Raum noch nicht so zahlreich angeboten. In anderen Ländern sind Kryptowährungen als Zahlungsmittel stärker verbreitet und können als Vorbild für Gastronomen im deutschsprachigen Raum dienen. So bieten beispielsweise einzelne Standorte von Fast-Food-Ketten wie Subway eine Zahlungsmöglichkeit mit Bitcoins an. Laut Coinmap gibt es beispielsweise in Wien über zehn, in Graz sieben, Tirol zwei und in Oberösterreich über 15 Restaurants und Cafés, die Bitcoins oder andere Kryptowährungen akzeptieren. Deutschlandweit sind es mehr Anbieter mit beispielsweise 14 in Berlin, sechs in München, vier in Köln und drei in Hamburg. Darüber hinaus bieten beispielsweise Lieferdienste wie Lieferando an, mit Bitcoins zu bezahlen.

Wie es in deinem Betrieb funktionieren kann

Wenn du in deinem Betrieb eine Bezahlmethode mit Kryptowährungen anbieten möchtest, solltest du dich zuerst für eine Plattform entscheiden, über die du die Zahlung abwickelst. Mögliche Anbieter sind hier beispielsweise PayPal, Venmo, Leondrino sowie Apple Pay und Google Pay. Bei der Auswahl des Providers soll die einfache und intuitive Anwendung für den Gast im Vordergrund stehen. Nachdem man sich für einen Anbieter entschieden hat, legt man sich als Gastronom ein Geschäftskonto an und schon ist man startklar. Kunden müssen bei der Bezahlung meist nur mehr einen QR-Code scannen, damit die Transaktion abläuft. Bevor du Kryptowährung in einem Betrieb anbietest, gilt es einige weitere Punkte zu beachten. Beispielsweise solltest du aufgrund der schwankenden Kurse von Kryptowährungen keine fixen Preise auf der Speisekarte angeben. Weiters kann es aus Sicht von Gastronomen hilfreich sein, die Vorteile von Kryptowährungen als Zahlungsmittel offen und transparent zu kommunizieren. So kann das Interesse von Gästen geweckt und eventuelle Unklarheiten beseitigt werden.

Vielfältige Chancen für dich als Gastronom

Bitcoins und Co. sind mit vielen Vorteilen verbunden. So stellt eine Kryptowährung für Kunden eine höchst flexible Zahlungsmethode dar. Im Vergleich zu Bargeld oder Kartenzahlung brauchen Gäste nur ihr Smartphone und eine stabile Internetverbindung. Aus Sicht der Gastronomen lassen sich neue Kundenstämme gewinnen. Insbesondere junge Menschen zeigen großes Interesse an neuen Bezahlungsformen, inklusive Kryptowährungen. Laut einer Umfrage von clovr zählen jüngere Generationen zwischen 20 und 39 Jahren im urbanen Raum zu den Hauptnutzern von Kryptowährungen.

Besonders in Zeiten einer Pandemie befürworten viele Menschen digitale, kontaktlose Bezahlarten. Mehr als 50% der Österreicher bevorzugen mittlerweile digitale Bezahlungsmöglichkeiten, nicht zuletzt wegen des hygienischen Gedankens und der höheren Flexibilität. Kryptowährungen können auch in dieser Hinsicht überzeugen.

Ebenso aus finanzieller Sicht lohnen sich Kryptowährungen für Cafés und Restaurants. Sie bestechen durch die geringen Transaktionskosten im Vergleich zu anderen digitalen Bezahlmöglichkeiten wie beispielsweise Kreditkarten.

Ein weiterer Pluspunkt ist die Chance auf öffentliches Aufsehen, welche die neue Bezahlungsmöglichkeit bietet. Obwohl Kryptowährungen mittlerweile für viele Menschen ein gängiger Begriff sind, gibt es besonders im Gastro-Bereich noch mehr Möglichkeiten, diese einzusetzen. Cafés und Restaurants, die Bitcoins und Co. anbieten, können dies (noch) als Alleinstellungsmerkmal nutzen und sich so von anderen Betrieben absetzen. Wenn du Kryptowährungen in deinem Betrieb einsetzt, besteht die Chance auf mediale Berichterstattung oder Bewerbung auf Social Media, da Bitcoins voll im Trend liegen.

Nachfolgend haben wir die wichtigsten Vorteile nochmals für dich zusammengefasst:

+ Convenience für Gäste

+ Gewinnung neuer Kundenstämme

+ Hohe Flexibilität und Hygiene

+ Geringe Transaktionskosten

+ Öffentliches Aufsehen

Ein Ausblick in die Zukunft

Die Digitalisierung im Gastronomiebereich wird weiterhin zunehmen. Wer auf dem Markt bestehen will, muss sich anpassen. Die Bezahlarten auf Kryptowährungen auszuweiten, kann der erste Schritt in die richtige Richtung sein. Wenn du bis jetzt von Kryptowährungen abgeneigt warst, können wir nur unterstreichen wie vielfältig ihre Einsatzmöglichkeiten in Gastrobetrieben sind. Darüber hinaus bringen sie sowohl für dich als auch für deine Gäste viele Vorteile und die Umsetzung ist einfacher als gedacht. Also: Bist du bereit für die Revolutionierung deines Betriebes?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.